Peptidfutter „Haut, Fell & Anti-Hairball“ für Katzen greifen mehrere Dinge ineinander:
1. Was sind überhaupt Peptide?
Stell dir ein normales Protein wie eine sehr lange Perlenkette vor. Die einzelnen Perlen sind Aminosäuren. Bei eurem Futter werden bestimmte Proteine enzymatisch gespalten. Die lange Eiweißkette wird also in wesentlich kleinere Stücke zerlegt. Diese kleinen Eiweißstücke nennt man Peptide.
Das ist im Prinzip eine Art „Vorarbeit“ für die Verdauung: Die Katze muss das große Protein nicht erst vollständig selbst zerlegen. Aus den Peptiden bzw. Aminosäuren kann der Körper anschließend die Bausteine gewinnen, die er für viele eigene Proteine benötigt.
2. Was hat das mit Haut und Fell zu tun?
Haut und Haare bestehen zu einem erheblichen Teil aus Proteinen. Für ein gesundes Fell benötigt die Katze unter anderem Aminosäuren für die Bildung von Keratin. Auch für Strukturen der Haut werden Proteine wie Kollagen und Elastin benötigt.
Genau hier setzt das Konzept eures Futters an: Es liefert enzymatisch aufgespaltene Proteinbestandteile und damit kleine Peptide beziehungsweise daraus verfügbare Aminosäuren.
Dazu kommen laut euren Unterlagen Lachsöl, Sojaöl, Borretschöl und Algen als Quellen verschiedener Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren. Diese Kombination zielt auf Hautbarriere, Hautfeuchtigkeit und Fellqualität ab.
3. Warum wird das Futter als hypoallergen beschrieben?
Hier ist die Größe der Proteine wichtig. Ein intaktes Protein besitzt größere Strukturen, auf die ein empfindliches Immunsystem reagieren kann. Durch die enzymatische Spaltung werden daraus kleinere Peptide.
Das bedeutet allerdings nicht automatisch, dass jedes Peptidfutter garantiert keine allergische Reaktion auslösen kann. Wie hypoallergen ein Futter tatsächlich ist, hängt unter anderem davon ab, wie weit die Proteine hydrolysiert wurden und welche übrigen Proteinquellen enthalten sind.
4. Und wie funktioniert der Anti-Hairball-Effekt?
Das ist ein anderer Mechanismus. Beim Putzen schluckt eine Katze Haare. Ein Teil davon kann sich im Magen-Darm-Trakt zu Haarballen sammeln.
Euer Futter enthält laut den Unterlagen unter anderem Rübenschnitzel und Cellulose. Diese Ballaststoffe unterstützen die Darmtätigkeit und sollen dabei helfen, verschluckte Haare über den Verdauungstrakt weiterzubefördern, sodass weniger Haare zu Haarballen zusammenkommen.











